Google Ads für Fotografen kann einer der schnellsten Wege sein, um planbar neue Anfragen zu gewinnen – vorausgesetzt, es wird nicht als „ein paar Anzeigen“ verstanden, sondern als System. Denn selbst die beste Anzeige bringt nichts, wenn die Zielseite nicht überzeugt. Und die beste Webseite bringt wenig, wenn die falschen Besucher darauf landen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie als Fotograf ein sauberes Google-Ads-System aufbauen: von der richtigen Dienstleistungsstruktur über Anzeigengruppen und passende Landingpages bis hin zu Keywords, Suchbegriffen und Negativ-Keywords. Am Ende verstehen Sie, wie aus Klicks qualifizierte Anfragen werden.
Merksatz: Google Ads funktioniert bei Fotografen, wenn 3 Dinge passen
Bevor Sie eine einzige Anzeige schalten, sollten Sie Ihr Angebot klar strukturieren. Viele Fotografen bieten „alles“ an – und genau das macht Anzeigen oft teuer und unpräzise. Google Ads belohnt Klarheit: je eindeutiger die Dienstleistung, desto besser können Sie Suchintention und Zielseite aufeinander abstimmen.
Typische Leistungen, die sich gut in Google Ads abbilden lassen, sind zum Beispiel:
Businessfotografie
Personal Branding, Teamfotos, Unternehmensfotos, Bewerbungsfotos mit Anspruch.
Hochzeitsfotografie
Begleitung, Reportage, After-Wedding – oft stark saisonal und regional.
Familie / Baby
Babybauch, Newborn, Family – häufig mit klaren lokalen Suchanfragen.
Portrait / People
Portraitshootings, Sedcards, Künstlerportraits – je nach Positionierung.
Entscheidend ist: Wählen Sie Leistungen, die Sie wirklich verkaufen möchten – und bei denen Sie die Qualität auch visuell beweisen können (Portfolio, Beispiele, Bewertungen).
Ein häufiger Fehler: Eine Kampagne, eine Anzeigengruppe, alles rein. Das führt zu unscharfen Anzeigen, schlechten Klickpreisen und unpassenden Anfragen. Professionell ist es genau andersrum: Pro Dienstleistung eine klare Struktur – damit Keyword, Anzeige und Landingpage exakt zusammenpassen.
Beispiel-Struktur (vereinfacht dargestellt)
So können Sie Ihre Anzeigen extrem präzise schreiben – und Besucher landen direkt auf der Seite, die exakt zur Suchanfrage passt. Das erhöht die Conversion Rate und senkt die Kosten pro Anfrage.
Wenn jemand nach „Hochzeitsfotograf“ sucht, erwartet er andere Inhalte als bei „Businessfotografie“. Deshalb sollten Ihre Anzeigentexte immer auf die jeweilige Dienstleistung zugeschnitten sein – inklusive klarer Vorteile, Vertrauen und einem konkreten nächsten Schritt.
Was gehört in starke Anzeigen?
Warum das wichtig ist
Genau hier verlieren viele Fotografen Geld: Eine Anzeige für „Businessfotografie“ schickt auf die Startseite – und die ist meist zu allgemein. Eine Landingpage muss wie ein Verkaufsgespräch funktionieren: Sie greift die Suchanfrage auf, zeigt passende Bilder und führt den Besucher zu einer klaren Handlung.
Was auf einer verkaufsstarken Landingpage für Fotografen nicht fehlen darf:
1) Passende Bilder (Portfolio-Auswahl)
Genau die Motive zeigen, die zur Leistung passen – nicht „alles gemischt“.
2) Nutzen & Ergebnis
Warum diese Fotos wichtig sind und welches Ergebnis der Kunde erwarten darf.
3) Ablauf & Sicherheit
Wie läuft das Shooting ab? Was ist inklusive? Wie wird ausgewählt? Das senkt Unsicherheit.
4) Vertrauen (Proof)
Bewertungen, Referenzen, Beispielkunden oder vorher/nachher – je nach Stil.
5) Klarer Call-to-Action
Ein sichtbarer nächster Schritt: Termin, Anfrage oder Rückruf – ohne Hürden.
Google Ads wird teuer, wenn Sie zu breit einsteigen. Als Fotograf möchten Sie keine Klicks von Menschen, die „gratis“, „DIY“, „Vorlagen“ oder „Jobangebote“ suchen. Deshalb ist die Keyword-Definition und die regelmäßige Kontrolle der Suchbegriffe entscheidend.
Was Sie vermeiden wollen
Was Sie konsequent tun sollten
Google Ads ist kein „Wunderknopf“. Eine starke Anzeige kann Ihnen hochwertige Besucher bringen – aber wenn die Webseite sie nicht überzeugt, bleibt es bei Klicks. Umgekehrt kann eine sehr gute Webseite schlecht performen, wenn nur unpassender Traffic kommt. Der Hebel ist die saubere Verbindung aus: Keyword → Anzeige → Landingpage → Anfrage.
Tipp: Denken Sie bei Google Ads nicht in „Kampagnen“, sondern in Mini-Systemen pro Leistung. Jede Dienstleistung bekommt ihre eigene Anzeigengruppe, eigene Texte und eine eigene Landingpage. Genau das sorgt für Relevanz, bessere Kosten und höhere Abschlussquoten.
Im nächsten Abschnitt wird eine konkrete Fallstudie vorgestellt: eine Fotografin aus Hattingen (Steffi Atze), bei der wir dieses System Schritt für Schritt umgesetzt haben. Dort sehen Sie am echten Beispiel, wie die Struktur aufgebaut war und welche Ergebnisse damit erzielt wurden.
Als Fotograf gewinnen Sie über Google Ads dann zuverlässig Neukunden, wenn Sie Ihr Angebot sauber strukturieren, pro Leistung eine klare Kampagnenlogik aufbauen und für jede Dienstleistung eine passende Landingpage haben, die verkauft. Kombiniert mit sauberer Keyword-Steuerung, Suchbegriffs-Analyse und Negativ-Keywords entsteht ein System, das nicht nur Klicks liefert – sondern qualifizierte Anfragen.